Ensembles mit:
Vlach Quartett Prag und Maximilian Mangold
Vlach-Quartett Prag (Jana Vlachová, Violine – Karel Stadtherr, Violine – Vladimír Bukač, Viola und Mikael Ericsson, Violoncello). Das Quartett wurde im Jahre 1982 gegründet. 1985 errang es einen bedeutenden Erfolg als Preisträger des internationalen Streichquartett-Wettbewerbs in Portsmouth in England. 1988 wurde es von der Hindemith-Stiftung zu den vom berühmten Melos-Quartett geleiteten internationalen Meisterkursen in der Schweiz eingeladen. Ein Zitat aus der Bewertung vom Melos-Quartett: „Jana Vlachová strahlt als Primarius des Ensembles ein besonderes Charisma aus, das nicht nur den Hörer fesselt, sondern auch absolute Homogenität im Ensemble garantiert und über die virtuos musizierenden Mittelstimmen bis zur wunderbaren Ergänzung durch den Cellisten Mikael Ericsson führt.“ Während seiner bisherigen Karriere errang das Quartett eine Reihe von weiteren Erfolgen und Preisen:
- 1991 Preis des Tschechischen Kammermusikverbands
- 1992 Preis des Tschechischen Musikfonds für die CD mit Aufnahmen von Smetana und Janácek
- 1995 das Quartett erhält von der Plattenfirma NAXOS den Auftrag zur Aufnahme des kompletten Kammermusikwerks von Dvorák auf 15 CDs
- 1997 Japandebüt – das Konzert wurde vom Fernsehsender NHK übertragen
- 1997 Residenzensemble der Salamanca-Hall im japanischen Gifu
- 2000 Preis der Deutschen Schallplattenkritik für die Aufnahme der „Esquisses Hébraiques“ mit dem Klarinettisten Dieter Klöcker
Die gegenwärtige Discographie zählt 30 Titel und jedes Jahr kommen drei bis vier neue hinzu. Das Vlach-Quartett konzertiert nicht nur in ganz Europa (am häufigsten in Deutschland, Schweden, Dänemark und Spanien), sondern auch in den USA, in Japan und Neuseeland. Es trat in einer Reihe von bekannten Festivals auf, wie z.B. Schleswig-Holstein Musikfestival, Scharwenka-Festival Lübeck, Sandwiken (Schweden), Santorini (Griechenland), Auckland (Neuseeland), Wiltz (Luxembourg) Tivoli (Kopenhagen). Es spielte auch in wichtigen Konzertreihen namhafter Konzerthäuser in Prag, Stockholm, Kopenhagen, Luxembourg Stuttgart u.a.m. Seine Konzerte wurden häufig von Rundfunksendern übertragen: vom Bayerischen Rundfunk, Schwedischen Rundfunk, Dänischen Rundfunk, Radio France, Tschechischer Rundfunk. Bei der Interpretation von Quintetten und weiteren Kammermusikwerken wirken namhafte Künstler mit. Zu ihnen gehören z.B: E. Brunner, D. Klöcker, E. Trenkner, J. Jando, I. Klánský, J. Simon, das Janácek-Quartett u.a.
Programme
- Italienische Serenade
- Werke von Boccherini, Puccini, Wolf und Castelnuovo-Tedesco
- Soirée Espagnole
- Werke von Arriaga, Torroba, Turina, Rodrigo und Boccherini
- Lateinamerikanische Kammermusik
- Werke von Brouwer, Pujol, Piazzolla und Villa-Lobos
Pressestimmen
- Nordfriesische Nachrichten
- „Soirée espagnole“ lautete das Motto des bekannten Prager Vlach-Quartetts und des Gitarristen Masimilian Mangold beim 121. Konzert der Musikfreunde in Leck. Über 100 Besucher zeigten sich begeistert über den temperamentvollen spanischen Abend. Eingangs erklang eine Perle der Streichquartettkunst: Juan Crisostomo de Arriagas von endlosen Melodien durchseeltes Streichquartett Nr. 1 d-Moll. Dieser früh entwickelte, aber schon mit 20 Jahren 1826 gestorbene spanische Geiger und Komponist, hinterliess mit diesem Werk ein an Mendelssohn und Schubert erinnerndes Meisterwerk, das das Vlach-Quartett spannungsvoll, schwungvoll und besonders dicht musizierte. Dadurch kam die diesem Quartett innewohnende Melancholie vollends zum Ausdruck. Präzise Rhythmik und das warme Klangvolumen des Ensembles rundeten diese dynamische und frische Interpretation ab. Frederico Moreno Torrobas „Puertas de Madrid“ ist ein Zyklus von sieben programmtischen Stücken für die Sologitarre. Einzelne Stadttore Madrids werden hier südländisch elegant und klanglich eindrucksvoll dargestellt. Maximilian Mangold besitzt die Gabe, mit seinem äußerst sensiblen und technisch makellosen Spiel, das Publikum zu verzaubern: innigste Konzentration und virtuose Perfektion kennzeichnen Mangolds Gitarrenspiel. Nach der Pause erklang das mit spanischem Nationalkolorit übervolle „Gebet des Stierkämpfers“ von Joaquin Turina, während Luigi Boccherinis Quintett (unter Mitwerkung von Maximilian Mangold) „La Ritirata di Madrid“ ein wahrer Ohrenschmaus fast im Sinne eines Gassenhauers war. Diese enorm rhythmische und sich ständig steigernde Musik ist eine Reihe von Variationen, die besonders durch ihren dargebotenen musikalischen Charme bestachen. Eine einzigartige Schlusswirkung erzielte das Ensemble mit Boccherinis mitreissendem „Fandango“. Die beiden ersten Sätze dieses Quintetts spielten das Vlach-Quartett mit Maximilian Mangold derartig spannungsantreibend, dass der Fandango im dritten Satz dieses Quintetts seine ganze tänzerische Wucht entfalten konnte: faszinierendes Streicherensemblespiel kombiniert mit elementarer Musizizierfreude, vor allem natürlich dann, wenn Mikael Ericsson kurz die Kastagnetten erschallen läßt.
- Fränkische Nachrichten
- Die brillanten Musiker zogen ihr Publikum sofort in ihren Bann. Fast hätte man eine Stecknadel fallen hören können. So konzentriert lauschten die Klassikfans dem virtuosen Können, der leidenschaftlichen Ausdrucksstärke sowie der unübertrefflichen Klangharmonie. Und so war nach dem „Fandango-Quintett“ Spanien sogar mitten in Buchen spürbar, hörbar und fast zum Greifen nah. Der begeisterte Beifall des Publikums unterstrich diese Feststellung am Ende dieses musikalischen Hochgenusses.